ZWECK UND ANGEBOT Die Jugendhilfe ist eine niederschwellige Anlaufstelle und ergänzt die schulische Arbeit der Lehrerschaft und die gesetzliche Jugendarbeit der Vormundschaftsbehörde. Sie ist dem Bereich Soziales angegliedert und arbeitet mit den Behörden zusammen und koordiniert Bedürfnisse und Angebote von und für auffällige Kinder, Jugendliche und deren Familien oder Betreuer. Sie begleitet und betreut die Hilfesuchenden über einen längeren Zeitraum. Die Jugendhilfe hat vor allem präventiven Charakter. Diese Stelle wird je zur Hälfte von den Schulgemeinden und der Politischen Gemeinde finanziert und ist kostenneutral für die Hilfesuchenden.
ZIELE
- Hilferufe von Jugendlichen, deren Klassenlehrer, der Eltern oder deren Umgebung können jederzeit entgegengenommen werden (an Randzeiten telefonisch). Kriseninterventionen erfolgen nicht nur während Bürozeiten, auch abends, an Wochenenden oder während Ferien oder Feiertagen, einfach dann, wenn sie nötig sind.
- Jugendliche, Eltern und Angehörige, Lehrer und Behörden werden durch die regelmässige, intensive Betreuung durch die Jugendhilfe entlastet.
- Durch die Begleitung der Jugendhilfe (1 bis 3 Hausbesuche pro Woche, z.T. auch während der Ferien) wird die Arbeit im schulischen und soziokulturellen Bereich vertieft und so auch verbessert.
- Die Kinder und Jugendlichen haben ihre Begleiter zur Seite, besinnen sich auf ihre Ressourcen, lernen ihre Grenzen erkennen, üben sich im Einhalten von Regeln, gewinnen an Selbstbewusstsein und lernen, der Erwachsenenwelt wieder zu vertrauen.
- Im intensiven Zusammenarbeiten können zielgerichtete Fördermassnahmen ergriffen, Anträge gestellt und Abklärungen getroffen werden.
- Durch gezielte Prävention können repressive Massnahmen wie Schulausschlüsse und Heimeinweisungen weitgehend vermieden werden.
WER PROFITIERT? Von der Jugendhilfe profitieren in erster Linie Kinder und Jugendliche, dann aber auch Eltern, Bezugspersonen, Lehrer und Behörden.
KRITISCHE WÜRDIGUNG Die Jugendhilfe bedingt ein grosses Engagement aller Beteiligten, eine transparente, unbürokratische Zusammenarbeit zwischen involvierten Personen, Behörden und Institutionen und eine grossflächige Vernetzung. Ein positiver Bezug zur Jugend, Kommunikationsbereitschaft und gegenseitiges Vertrauen aller Beteiligten ist eine Grundvoraussetzung für die Arbeit.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne:
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