Geschlossenheit und trotzdem Weite in den Friedhof holen, Ausgrenzen und gleichzeitig Einbinden, Auszeichnen und Einordnen. Aus der Unterführung auftauchend, fängt einem die landschaftliche Weite ein. Von der Seite nähert man sich der Anlage - entlang der ummauerten Terrasse des Friedhofs. Die Fluchtlinien bündeln sich zu einem Weg. Dieser starke Eingriff definiert über die Gleise hinweg den Ort. Schützend legt sich das Friedhofgebäude am Ende beim Kreuzweg quer zur Anlage. Auf der Anhöhe betritt man durch die einzige Öffnung in der Einfriedungsmauer den Friedhof und wird vom Besammlungsplatz empfangen. Ein Kreuzweg entlang des Gebäudes und unter der Allee sorgt für die Haupterschliessung.
Art und Anzahl der Grabstellen Bei der Bereitstellung von Grabplätzen liegt der Schwerpunkt bei den vertrauten Erd- und Urnenreihengräbern. Die ausgewiesenen Grabstellen verteilen sich entsprechend auf ca. 410 Erd- und 270 Urnenreihengräber. Neben den konventionellen Reihengräbern gibt es ein Gemeinschaftsgrab für Urnenbeisetzungen. Dieses liegt am höchsten Punkt des Friedhofes, von wo die Weite der Landschaft erlebbar wird.
Auszeichnung Gutes Bauen 2001-2005 Friedhof Ebnet Das Architekturforum Ostschweiz zeichnet in den Kantonen Appenzell AR, Glarus, St. Gallen, Schaffhausen und Thurgau sowie im Fürstentum Liechtenstein alle fünf Jahre Bauten aus, die ortsbaulich klug gesetzt, architektonisch gut gestaltet und insgesamt nachhaltig gebaut wurden.
Von den rund 250 eingereichten Projekten schafften es lediglich 26 in die Endrunde. Zu ihnen gehört auch der Friedhof Ebnet. Aufgrund der Tatsache, dass ein gutes Bauwerk nur bei einem optimalen Zusammenspiel zwischen der Bauherrschaft (im vorliegenden Fall der Bevölkerung, vertreten durch den Gemeinderat und die Baukommission) und dem Architekten gelingen kann, gebührt die Auszeichnung allen Beteiligten gleichermassen.
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